Hämorrhoiden bei Hunden und Katzen (Ursachen. Symptome und Behandlung)

Erfahren Sie mehr über Hunde und Katzen und wie man sie behandeln kann.

Kurz, knackig und wirksam!

In den meisten Fällen sind nur aufrecht gehende Säugetiere von Hämorrhoiden betroffen - wie der Mensch. In seltenen Fällen können aber auch Haustiere, wie Hunde und Katzen, Probleme mit ihren Hämorrhoiden bekommen.

Zur Erinnerung: Was sind eigentlich Hämorrhoiden? Von Hämorrhoiden spricht man, wenn bei Haustieren eine Erweiterung der Venen, die den Anus umgeben, vorliegt. Hierbei kann es sich um innere Hämorrhoiden (Schwellungen innerhalb des Rektrums) oder äußere Hämorrhoiden (außerhalb im Bereich des Anal-Rings) handeln. Letztere kann man mit dem Auge beobachten. Beide Arten von Hämorrhoiden können zu Blutungen führen.

Ursachen für Hämorrhoiden bei Haustieren

In den meisten Fällen sind Verstopfungen die Ursache für Hämorrhoiden bei Hunden und Katzen. Aufgrund dieser Verstopfung werden Hämorrhoiden-Venen nicht richtig freigesetzt und verstopfen. Ursachen dafür können, wie beim Menschen, vielfältig sein:

  • Schlechte Essgewohnheiten, wie zu fettiges Essen, übermäßige Ernährung, zu wenig Wasser und Salze (gerade bei Welpen und jungen Katzen kann ein zu schneller Wechsel der Nahrung oder Fütterungszeiten zu Störungen im Wasserhaushalt hervorrufen)
  • Übergewicht und Fettleibigkeit
  • Nahrung, die der Hund nicht richtig verdauen kann, wie oft in Trockenfutter vorhanden
  • übermäßige körperliche Aktivität, zu viele belastende Bewegungen
  • aber auch Mangel an Aktivitäten, wie Auslauf, Bewegung, Spielen oder Rumtollen
  • Störungen im Hormonhaushalt, fehlende Vitamine (zb. Vitamin C) und Spurenelemente (wie Kalzium und Zink)

Symptome für Hämorrhoiden bei Haustieren

Die Symptome bei Hämorrhoiden sind bei allen Haustieren absolut gleich:

  • Schleim- und Blut-Partikel erscheinen im Kot
  • Der Gang des Hundes oder Katze ändert sich (manchmal versucht das Haustier am Anus rückwärts zu reiben, was zusätzlich auch noch auf Würmer und Parasiten hindeuten kann - dann unbedingt den Tierarzt aufsuchen)
  • Kot-Masse ändert sich und wird trockener
  • Anus kann anschwellen

Eine Vollständige Diagnose kann jedoch nur ein Tierarzt geben, da in seltenen Fällen auch andere Ursachen, wie Entzündung der Analdrüsen, vorliegen können.

Hämorrhoiden bei Hunden und Katzen behandeln

Die Behandlung von Hämorrhoiden bei Hunden und Katzen unterscheidet sich nicht von der Hämorrhoidenbehandlung bei Menschen.

Hier sollte man seinen Fokus jedoch vollständig auf die Ernährung des Haustieres legen. Diese Maßnahmen dienen dazu, den schweren Stuhlgang zu lindern und die Entzündungen des Analbereichs zu stoppen.

  • von der Speisekarte eines des Haustiers werden die Produkte, die Verstopfungen hervorrufen, gestrichen. Dazu gehört z.B. Trockenfutter, das Hülsenfrüchte enthält
  • es wird sich für gesünderes und leicht verdaulicheres Futter entschieden
  • ballaststoff-haltiges Futter wird zusätzlich hinzugefügt, was die Verdauung fördert
  • um Blutungen und Schwellungen, eignen sich Rizinus- Oliven- oder Kokosöl, das man auf die Betroffenen stellen aufträgt.

Zudem kann der entzündete Rektrum mit einem Sud aus speziellen Hämorrhoiden-Heilkräutern gewaschen und gebadet werden. Heilkräuter, die verwendet werden können Johanniskraut, Schafgarbe und Kamille verwendet werden. Diese Kräuter wirken als Antiseptika, Hämostatika und Analgetika, von denen viele zur Regeneration von geschädigten Geweben beitragen. Warme Sitzbäder können damit ebenfalls gemacht werden, wenn es der Hund oder die Katze zulässt.

Hygiene ist hier sehr wichtig, denn die Entzündungen können Entzündungen an anderen Bereichen im Analen bereich des Haustiers verursachen.

Zudem ist es wichtig, den Hund nicht zu sehr körperlich zu belasten aber auch Bewegung nicht zu vergessen. Das bedeutet: Keine langen Spaziergänge aber trotzdem regelmäßig Orte  mit ihm besuchen, an dem das Haustier Aktivitäten nachgehen kann. Bewegung fördert auf natürliche Weise den Blutfluss aus den entzündeten Hämorrhoiden.

Hämorrhoiden OP bei Hunden und Katzen

Gehen die Hämorrhoiden nach einigen Wochen nicht zurück und sind sie schon lange vorhanden, muss manchmal auf chirurgische Eingriffe, also eine OP, zurückgegriffen werden. Die OP führt dann ein Tierarzt mit Lokalanästhesie oder mit einer Vollnarkose durch. Hierbei werden die entzündeten Knoten und Infetionsquellen vollständig entfernt und das Haustier erholt sich ziemlich schnell. Werden die oben beschriebenen Tipps nicht umgesetzt, können die Hämorrhoiden bei Hunden und Katzen schnell wieder kommen.

Achten Sie deshalb auf die richtige Ernährung und Aktivität des Haustiers. So schützt sie ihr Hund oder Ihre Katze vor dem Auftreten von Hämorrhoiden.

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